Helga Röhle


Wer bin ich?

Aufgewachsen bin ich in Lübeck und bin 1977 nach Berlin gekommen, um hier an der FU Deutsch und Geschichte auf Lehramt zu studieren.
Als Lehrerin habe ich nicht viel gearbeitet. Heute bin ich sehr glücklich, dass mein Leben sich in so viele interessante Richtungen entwickelt hat und ich immer wieder Neues lernen konnte.
Unter anderem habe ich mehrfach Unternehmen erfolgreich gegründet, erneut ein Studium (IT-Managerin) absolviert und mich in unterschiedliche Aufgabenbereiche eingearbeitet. Mein Leben bot mir die Chance, unterschiedliche Kulturen, Menschen und Lebenswege kennen zu lernen.

Was ist mir im Leben wichtig?
Ich bin sehr glücklich, mich beruflich für meine persönlichen Grundwerte einsetzen zu können. Demokratie, Umweltschutz, Emanzipation und Feminismus stellen für mich wichtige gesamtgesellschaftliche Ziele dar, an deren Realisierung ich mitarbeiten möchte.
Die Schokofabrik setzt sich ein für die Chancengleichheit von Frauen in Beruf und Ausbildung, die Verbesserung ihrer Möglichkeiten zur Erwerbstätigkeit sowie für mehr gesellschaftliche Anerkennung von Frauen. Im Hamam unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen aktiv auf diesem Weg.
Das Frauenzentrum Schokoladenfabrik e.V. ist ein Verein mit Tätigkeitsbereichen, die sehr unterschiedliche und vielfältige Inhalte bieten. Das bietet die Chance mit sehr unterschiedlichen Frauen zusammenzuarbeiten und aus den Erfahrungen der anderen zu lernen.
Der Umweltschutz ist im Hamam ein ständiges Thema. Ich bin sehr froh, dass im Rahmen unserer Genossinnenschaft Schokofabrik eG Pläne für eine ökologische Sanierung der entwickelt werden.
Neben meiner Tätigkeit in der Leitung des Hamams engagiere ich mich seit über 10 Jahren im Vereinsvorstand und seit einigen Jahren auch im Aufsichtsrat unserer Genossinnenschaft.
Ich lebe außerhalb von Berlin. Die Trennung zwischen der Arbeit und dem Privatleben ist für mich eine stete Aufgabe, insbesondere da ich sehr viel im Homeoffice arbeite. – Die Hamamräume bieten leider keinen Platz für ein Büro, weil wir allen Platz für unsere Besucherinnen und Mitarbeiterinnen einsetzen.
Finde ich Zeit und Muße fahre ich gern Rad, nehme an Sportkursen teil (lange Jahre habe ich Kurse bei SchokoSport besucht), schwimme, gehe in die Sauna, lese, und genieße das Leben mit Freunden und Familie.

Seit wann arbeite ich im Hamam?
Seit 2005 bin ich Geschäftsführerin des Hamams.

Was arbeite ich im Hamam?
Ich leite das Hamam entsprechend der vereinsinternen Regel stets gemeinsam mit einer Kollegin. Das Hamam hat sich seither verändert. Das Raumangebot konnte vergrößert werden, besonders weil wir seit 2006 wir Räume im Hochparterre einbeziehen konnten. Heute haben wir wesentlich mehr Mitarbeiterinnen und konnten auch ihre Arbeitsbedingungen verbessern.
Ich freue mich lange Jahre (2006-2017) erfolgreich mit Dorothea Fischer zusammengearbeitet zu haben, die auf eigenen Wunsch hin die Schokofabrik als Angestellte verlässt, in Zukunft aber weiterhin ehrenamtlich, auch als Aufsichtsratsmitglied in der Genossinnenschaft Schokofabrik eG, tätig sein wird.
Und ich freue mich sehr darauf, in den nächsten Monaten meine neue Kollegin einzuarbeiten.

Warum arbeite ich im Hamam?
Das Hamam der Schokofabrik ist für mich auch nach vielen Jahren noch immer ein faszinierender Ort. Unser Hamam ist das erste Hamam Deutschlands und noch immer das einzige Frauen-Hamam.
Meine Motivation speist sich einerseits aus dem Produkt „Hamam, Sauna, Wellness“ und andererseits dem Organisatorischen Zusammenhang.
Unsere Besucherinnen fühlen sich wohl bei uns und profitieren von unserem hochwertigen Angebot. Die Qualität unserer Anwendungen und die gute Ausbildung unserer Mitarbeiterinnen sind mir sehr wichtig.
Unser Frauenzentrum ist ein gemeinnütziger Verein. Wir arbeiten als Angestellte unseres Vereins gemeinsam in den verschiedenen Bereichen. Darum gibt es keinen Eigentümer, der erwirtschaftete Finanzmittel privat abschöpfen kann. Wenn Gewinne erwirtschaftet werden, werden sie innerhalb des Vereins investiert.
Ich möchte das Hamam noch einige Jahre gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Mitarbeiterinnen erfolgreich weiterentwickeln.


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